Kirchenführer

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Äußeres Erscheinungsbild

Die in den Jahren 1983 und 1984 nach den Plänen des Architekturbüros Günthner, Regensburg errichtete Pfarrkirche fügt sich mit einer Länge von 31,5 m und einer Breite zwischen 5,80 m und 17,5 m imposant, aber nicht dominierend in den Ortskern ein. Der 29 m hohe Turm trägt zur Akzentuierung des Bauwerks und den ausgeglichenen Proportionen bei.
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Innenraum

Der Innenraum der Kirche, die man durch einen verglasten Windfang im Westen betritt, wird von der Holzkonstruktion aus Kiefer bestimmt. Weiß getünchte Wände und der helle Marmorboden tragen ebenso wie der leicht gedämpfte Lichteinfall durch neun große Bogenfenster und das Kirchengestühl zur "warmen" Athmosphäre der Kirche bei. Durch die Anordnung des Kirchengestühls - rechts des Haupteingangs gerade, links davon schräg - wird das liturgische Anliegen, den Altar als Zentrum der Kirche darzustellen, unterstützt.
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Künstlerische Gestaltung

Die künstlerische Gestaltung trägt die Handschrift des Weidener Bildhauers Günter Mauermann. In den verschiedenen von ihm geschaffenen Bronzeobjekten wird immer wieder der "Baum des Lebens" als Grundgedanke der künstlerischen Gestaltung deutlich.
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Am Auffälligsten zeigt sich der Grundgedanke der künstlerischen Gestaltung in der Form des Kreuzes, das überspannt von einem Mauerbogen frei versetzt hinter dem Altar hängt.
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An der Rückwand der Apsis befindet sich der Tabernakel, der symbolisch vom brennenden Dornbusch umschlossen wird. Der quadratische Tabernakel trägt an der Vorderseite vier Halbedelsteine. Das griechische Alpha und Omega verweisen auf Gott als Herrscher über die ganze Schöpfung: "Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, ... der Herrscher über die ganze Schöpfung" (Offb 1, 8).
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Die Altarplatte wird von sieben Stützen getragen, als Symbol für die sieben Sakramente. Das Lamm weist auf Jesus hin, der sich für uns geopfert hat: "Am Tag darauf sah er Jesus ... und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." (Joh 1, 29).
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Feurige Zungen, die an Pfingsten erinnern, und der Heilige Geist in Form einer Taube schmücken den Ambo. Am Fuß wird das Hauptthema "Baum des Lebens" wieder aufgenommen.
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Ein Geschenk der Etzenrichter Patengemeinde Algund ist der Osterleuchter. Im durchbrochenen Teil zeigt er den Auferstandenen, auf der Rückseite das Lamm Gottes.
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Das Taufbecken mit seinen Wellen und Fischen verweist auf die Taufe als die Quelle des christlichen Lebens. Es wurde anlässlich der Erhebung zur Pfarrei im Dezember 1993 aufgestellt.
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Einige Kunstgegenstände wurden aus der 1983 abgerissenen Kirche übernommen und stellen so den Bezug zur Tradition her:
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Der heilige Nikolaus, der Schutzpatron der Pfarrkirche, schmückt die linke Seite des Altarraumes hinter dem Ambo. Das barocke Werk eines unbekannten Künstlers wurde vom Bildhauer Günter Mauermann restauriert. Bemerkenswert ist, dass der heilige Nikolaus nicht wie sonst üblich drei, sondern nur zwei Äpfel in der linken Hand hält.
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Rechts im Altarraum befinden sich die Gottesmutter Maria und der heilige Josef. Beide Figuren sind ein Werk des Bildhauers Rösch aus Weiden.
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k Die ursprünglich aus Bodenwöhr stammenden 14 Kreuzwegstationen im Nazarenerstil wurden vom Kirchenmaler Wiedl aus Nürnberg restauriert und schmücken nun die Brüstung der Empore. k
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Die Orgel

1995 konnte mit der Einweihung einer neuen Orgel die Kirche vollendet werden. Gefertigt von der Firma Eisenbarth aus Passau, trägt das Klangbild die Handschrift des Orgelsachverständigen Norbert Düchtel. Eine sowohl auf Einzelcharakteristik als auch auf Mischfähigkeit abgezielte Intonation bringt durch musikalische Umrahmung die Liturgie zur Geltung. Die Technik enthält 23 Register mit insgesamt 1334 Orgelpfeifen. Das Gesamtgewicht der Orgel beträgt 5.240 kg, die Höhe 2,85 m. Die Orgel weist einen freistehenden, zweimanualigen Spieltisch sowie ein Pedalwerk auf und besitzt eine mechanische Tonregistertraktur mit elektronischer Setzerkombination.
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Quelle:
C. Reis, Kirchenführer Etzenricht St. Nikolaus
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